Der Versicherungskonzern Generali gründete 2017 die Stiftung The Human Safety Net. Ziel war es, die Strategie für gesellschaftliche Wirkung neu aufzustellen. Wie Patrick Hoffmann erklärt, ist The Human Safety Net global stark in den Konzern eingebunden. Die Stiftung arbeitet länder- und partnerübergreifend mit den Länderstiftungen zusammen.
Sein Team setzt die Unternehmensstrategie für gesellschaftliches Engagement durch die Stiftung um. So baut das Team eine wichtige Brücke zwischen Gesellschaft und Privatwirtschaft. "Die Idee ist immer, dass wir für unsere Partner in der Zivilgesellschaft so viel wie möglich von dem Know-how, den Kompetenzen und den Ressourcen mobilisieren", so Patrick Hoffmann.
Die Stiftung ist hauptsächlich in zwei Bereichen aktiv. Das Programm For Families widmet sich der frühkindlichen Entwicklung. "Es geht darum, Kindern aus benachteiligten Familien den besten Start ins Leben zu geben", schildert Patrick Hoffmann. Dazu gehören Investitionen in Familienzentren, Elternkurse und digitale Plattformen.
Die zweite Kategorie ist die Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Ein Job sei die Grundlage für die weitere Integration. Deshalb unterstützt The Human Safety Net zum einen durch Qualifizierung und Vermittlung und zum anderen bei der Unternehmensgründung. "Der rote Faden zwischen diesen zwei recht unterschiedlichen Förderbereichen ist es, menschliches Potenzial zu entfalten und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen", unterstreicht Patrick Hoffmann.
Mögliche Partner und Programme sollten nicht nur thematisch passen. Es ist ebenfalls eine Frage der Wirkung. "Wir schauen immer (...): Was ist die Evidenz dahinter? (...) Wir sind auch immer sehr interessiert an der Skalierbarkeit", so Patrick Hoffmann. Denn die Förderung läuft nicht unbegrenzt. Die Partner und Programme sollen im weiteren Verlauf in Regelstrukturen übergehen, sich finanziell tragen und im besten Fall auf Partnerschaften setzen.
Besonders im Hinblick auf staatliche Hilfeleistungen ist es essenziell, die Schnittstelle zu finden. Alle Unterstützungsangebote sollen so gut wie möglich ineinandergreifen: sowohl die von The Human Safety Net geförderten als auch die von Jobcentern oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Für Patrick Hoffmann ist das der wichtigste Aspekt einer nachhaltigen Förderung: immer das "Endgame" im Kopf zu haben. Denn kein Programm kann über 10 oder 20 Jahre weiterfinanziert werden. Die Innovationen sollen in größere Strukturen einfließen und letztlich die Systeme verändern.











