Nach der Gründung 2014 entstand der erste Haferkater-Laden in Berlin Friedrichsberg, einem der nachhaltigsten Viertel der Hauptstadt. Eine Schale Bio-Porridge zum Mitnehmen, um gut gestärkt und mit einem gesunden Frühstück in den Tag zu starten - so die Idee der Gründer Leandro Burguete, Anna Schubert und Levin Siert. Nur Frühstück anzubieten, ist allerdings schwierig, wie der Gründer berichtet. Doch mittlerweile sind die Haferkater-Standorte über ganz Deutschland - häufig an Bahnhöfen - verteilt. Neben den verschiedenen süßen und salzen Porridges bietet Haferkater auch Kaffee, Sandwiches und Salate an.
Porridge war zur Zeit der Gründung weniger bekannt und als Take-Away-Produkt nicht vorhanden. Anstatt also beim Bäcker wenig sättigende und zu süße Teilchen mitzunehmen, soll der Porridge mit Früchten, Nüssen und anderen Toppings eine gesunde Alternative sein, erklärt Leandro Burguete. Die Mitarbeitenden quetschen die täglich angelieferten Bio-Haferkörner und kochen den Porridge auf die schottische Art mit Wasser und Salz. Der Vorteil ist, dass die Basis so vegan und weniger süß ist.
Trotz schwieriger Phasen gerade in Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit, haben die Gründer keinen Zweifel am Konzept. Und im Gegensatz zu anderen Firmen beschäftigt sich das Team von Haferkater nicht nur mit ihrer Nachhaltigkeit, sondern auch ihrer Unnachhaltigkeit. Darüber schreiben sie einen ganzen Bericht. Leandro Burguete ist der Meinung, dass es nicht reicht, einzig und allein darüber zu berichten, wie toll und nachhaltig ein Unternehmen sei. Es gebe immer Möglichkeiten etwas zu verbessern. Nur das Gleichgewicht zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, also den Preisen zum Beispiel, ist nicht einfach zu finden. Trotzdem wollen die Gründer diese Ehrlichkeit beibehalten, denn sie sind davon überzeugt, dass auch die Kunden das indirekt merken.






