“Es ist ein hoch selektives Programm”, warnt Hind Guedira. “Für einen Jahrgang von etwa dreißig Studierenden erhalten wir 3.000 Bewerbungen”.
Denn das Programm Peeq, das Programm für Exzellenz für die Eliten unserer Viertel, ist kostenlos für die Studierenden und wird von Partnerunternehmen finanziert, die sich sowohl finanziell als auch bereit erklären, die Jugendlichen in Praktika aufzunehmen und so strukturierende Möglichkeiten innerhalb großer Gruppen zu bieten, beispielsweise in den Bereichen Strategie, Finanzen, interne Beratung und nachhaltige Entwicklung.
Das erste Kriterium wird das soziale Kriterium sein. Die Stipendienstufen werden untersucht, der Beruf der Eltern, die oft keine Hochschulausbildung haben. Es können Jugendliche aus benachteiligten Vierteln oder ländlichen Gebieten sein.
“Aber wir sind nicht nur ein Sozialprogramm, wir sind ein Programm für Chancengleichheit und Exzellenz”, präzisiert Hind Guedira. “Deshalb schauen wir uns die akademischen Ergebnisse der Jugendlichen an, insbesondere diejenigen, die während ihrer Schulzeit gute oder sehr gute Noten erzielt haben. Und darüber hinaus interessiert uns ihre Ambition. Wir suchen Jugendliche mit echter Ambition, einem echten Lebensprojekt”.
“Durch Peeq versuchen wir zu zeigen, dass Chancengleichheit keine Frage von Versprechungen, Erklärungen oder Berichten ist, sondern eine Frage des Zugangs. Es geht darum, Jugendlichen Zugang zu beschleunigenden Karrierechancen zu geben”.
“Wenn wir dann auf die Gesellschaft schauen, stellen wir fest, dass die Eliten der sozioökonomischen Welt ziemlich wenig divers sind. Und für uns ist eine diversere Gesellschaft eine gerechtere Gesellschaft, in der wir fundiertere Entscheidungen treffen können, weil die Entscheidungsträger der restlichen Bevölkerung ähneln”.
Am Ende von Peeq berichten 92% der Jugendlichen, dass sie es für entscheidend für ihre berufliche Entwicklung hielten. Und 95% gaben an, dass es ihnen bei der Jobsuche geholfen hat.
“Der Multiplikatoreffekt des Programms für uns ist, dass die Jugendlichen sich auch selbst engagieren. Während der mehr als 40 Wochen, die die Ausbildung dauert, versuchen wir, ihnen Aktivitäten anzubieten, bei denen sie sich engagieren können. Zum Beispiel haben wir eine Partnerschaft mit einer Organisation, um Jugendlichen, die die Schule abgebrochen haben, in Bobigny zu helfen. Wir versuchen, ihnen diese Samen zu pflanzen, damit sie in Zukunft selbst dieses Engagement in den Unternehmen, in denen sie aufgenommen werden, tragen”, schließt Hind Guedira.











