Laut Umweltbundesamt werden jährlich landen knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland pro Jahr im Müll. Wertschätzung sieht anders aus. Es beginnt schon mit der Einteilung der Waren in zwei Klassen: A- und B-Ware. Obst und Gemüse muss bestimmten Normen entsprechen. Dabei geht es hauptsächlich um Gewicht und Form. B-Ware ist es bei folgenden Punkten:
Verformungen
Vernarbungen
Übergröße
Untergröße
Die Idee hinter dem Marketingunternehmen Querfeld war ursprünglich die Aufklärung über diese Lebensmittelverschwendung- und Wertschätzung. Schnell wurde daraus ein Großhandel und heutzutage verkauft Querfeld B-Ware an Kunden wie Kindertagesstätten, Kantinen und Restaurants.
Wir wollen explizit Lagerware vermeiden. Deswegen bestellen wir keine großen Mengen und hoffen, dass die gekauft werden. Weil dann haben wir eben wieder die Lebensmittelverluste, die wir vermeiden wollen.
Daher ist der Prozess geregelt. Querfeld schickt von den Erzeugern und Erzeugerinnen die Angebote an die Kunden, diese geben ihre Bestellung auf und bekommen nach der Ernte ihre Lieferung.
In den letzten zehn Jahren haben wir auf jeden Fall 2,4 Mio. Tonnen Lebensmittel gerettet. Explizit B-Ware. Wir verkaufen aber auch A-Ware von unseren Erzeugern, damit sich das logistisch auch lohnt.
Yana Grad nennt das sinnvolles Bewegen der Transport-LKWs. So logisch, günstig und CO2-sparend wie möglich. Auch wenn viele noch lernen müssen, das auch B-Ware Ressourcen verbrauchen und die Erzeuger und Erzeugerinnen daran Geld verdienen müssen und es nicht kostenlos abgeben können.
Die Pflanze wurde gepflanzt, hat Fläche verbraucht, hat das Wasser benötigt zum Wachsen, es waren Menschen da, die das geerntet haben, transportiert. Das ist alles gleich teuer. Aber wegen der Form muss man das einfach ein bisschen günstiger abgeben.
Auch wenn es viele Initiativen wie Kantine Zukunft gibt, die Wert auf Bio-Lebensmittel und zugleich B-Ware legen, ist es für das Unternehmen nicht einfach, das Konzept wirtschaftlich zu gestalten. Koordinatorin Yana Graf hofft und arbeitet darauf hin, dass sich das in der nahen Zukunft ändert.











