Nach mehreren Jahren Medizinstudium, aktiver Forschung und Arbeit im Krankenhaus, gründet Dr. Sophie Chung das Health-Tech-Unternehmen Qunomedical. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die für viele ihrer Kollegen und Kolleginnen ähnlich sind, zeigen wie fragmentiert das deutsche Gesundheitssystem ist.
Die unterschiedlichen Systeme sind geschlossen und ärztliches Personal über Praxis- oder Krankenhausgrenzen hinaus spricht selten bis gar nicht miteinander. In anderen Worten bedeutet das: keine zentrale Speicherung der Daten. Auch die Prozesse in Praxen und Krankenhäusern sind häufig weit weg von den Patienten und Patientinnen. Und das, wie Dr. Chung weiß, die Zeit mit der erkrankten Person essenziell ist.
Wie Studien belegen, dauert es bei seltenen Erkrankungen für eine Diagnose bis zu sechs Jahre. Das kostet Zeit und Geld. Sowohl das Gesundheitswesen leidet darunter. Aber auch ein wirtschaftlicher Verlust durch fehlende Arbeitskräfte ist eine Folge davon, so Dr. Sophie Chung.
Mit ihrem Unternehmen Qunomedical soll sich genau das ändern. Die digitale Plattform für die Patientenjourney, so Dr. Chung, begleitet die Person von Anfang bis Ende. "Happy patients, happy doctors", fügt die Ärztin Chung hinzu. Denn auch die Ärzte und Ärztinnen profitieren davon, wenn die Patientenkarrieren verkürzt und schneller die passende Diagnose und Behandlung gefunden werden kann.
Die vorhandenen Funktionalitäten möchte die Gründerin noch verbessern. Auch wenn es noch ein Tropfen auf dem heißen Stein sei, sei das Interesse an der Plattform groß. Was jetzt noch fehle, laut Dr. Sophie Chung, sei das Wachstum und der Beweis, dass Qunomedical ein wichtiger Player im Gesundheitssystem sein kann.











