Konkret sprechen wir über den Kampf gegen Sexismus, sexuelle oder moralische Belästigung, aber auch über Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung, des Alters oder der Herkunft.
"Unsere Haltung ist, dass jeder, und sogar jeder, eine Ausbildung zu diesen Themen erhalten kann und sollte, sowohl um die Mitarbeiter zu schützen, aber auch den Arbeitgeber, der im Falle eines Mangels an Schulung in diesen Bereichen verantwortlich ist. Und das ist wenig bekannt”, erklärt Maxime Ruszniewski.
Und Fortschritt ist nur durch Ausbildung möglich, sagt er. In fast jedem Unternehmen in Frankreich hat so gut wie jeder mindestens einmal eine Schulung zur Brandsicherheit erhalten, aber nicht zu Diskriminierungen oder Inklusion, weist Maxime Ruszniewski hin. Es gibt jedoch viel häufiger Vorfälle im Zusammenhang mit Inklusion als Brandfälle in Büros.
“Und letztendlich gibt es eine Diskrepanz zwischen dieser Gesellschaft, die viel über Diskriminierung spricht, und dem, was tatsächlich täglich am Arbeitsplatz getan wird”, betont er.
Mit Remixt ist das Ziel, das Gesagte mit dem Handeln zu verbinden, und zwar auf eine sehr prägnante und spielerische Weise, damit die Menschen eine gute Zeit haben. So werden die Botschaften besser verinnerlicht, während die gesetzlichen Verpflichtungen der Unternehmen eingehalten werden.
Die Schulungen dauern 30 Minuten und beginnen mit einer Selbstdiagnose, das heißt, man versucht, sich seiner eigenen Schwächen bewusst zu werden. Man beantwortet beispielsweise die Frage: „Haben Sie in Ihrem Leben schon einmal Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen gehabt? Haben Sie schon einmal sexistisches Verhalten gezeigt?
“Wir fordern die Teilnehmer auf, sich zu hinterfragen, diesen kleinen Schritt zur Seite zu machen, der notwendig ist, um dann voll und ganz in die Schulung einzutauchen und Schritt für Schritt den Unterschied zwischen dem, was erlaubt ist und was nicht, zu lernen, wo die rote Linie verläuft, wann man bestimmte Verhaltensweisen nicht mehr zeigen kann. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, das zu einem Wandel in der Einstellung führt.”
So sagen zu Beginn der Schulung über 85 % der Menschen, dass es "aufdringliches Flirten" gibt, am Ende sind es nur noch 10 %, die das denken.
Die Ausbildung zur Inklusion hat weitreichende Auswirkungen. "Der Arbeitsplatz ist ein sehr gutes Umfeld, um Denkweisen zu ändern. Danach wird es sich auf den Rest der Gesellschaft auswirken. Denn eine Gesellschaft, die versteht, dass man Frauen in Besprechungen nicht ständig ins Wort fällt, dass man nicht übertrieben reagieren sollte, wenn eine Person mit Behinderung anwesend ist, weil das sie unwohl fühlen könnte, dass es einfach zur Vielfalt des Lebens gehört, schwul, lesbisch oder transgender zu sein, ist eine Gesellschaft, die sich besser entwickelt”, schließt Maxime Ruszniewski.











