Im Unternehmen steht das Tüfteln im Mittelpunkt. Das Team hat dafür sogar ein eigenes Geschäftsmodell geschaffen: die „Tüftelkratie“. Sabrina Konzok und ihr Team leben das Tüfteln vor und setzen es für Kinder und Jugendliche in Form von Maker Spaces, TüftelLabs und TüftelBoxen in Schulen, aber auch außerhalb davon um. Diese Art von Lernen folgt dem Prinzip der Maker Education. Dabei geht es um praxisorientiertes, gemeinsames Lernen, bei dem Fehler erlaubt und sogar erwünscht sind.
Sabrina Konzok sagt, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, „damit umzugehen, dass es keine Lösungen gibt, die richtig oder falsch sind, sondern man einfach verschiedene Lösungswege gemeinsam findet“. Nach der Lösungsfindung darf und soll dann diskutiert werden, welche Vor- und Nachteile die möglichen Lösungen haben. Im Vordergrund steht die fächerübergreifende Suche nach spannenden Lösungsansätzen. Laut Konzok fehlt das an vielen Schulen oft noch. Deswegen bieten die Jungen Tüftler digitale Lernpfade für Lehrkräfte an. Diese unterstützen Lehrkräfte bei der Umsetzung und Entwicklung eigener Konzepte und vermitteln fächerübergreifendes Lernen. Auch digitales und analoges Lernmaterial entwickelt das Team und stellt es für Schulen zur Verfügung.
Für die Teilnehmenden bedeutet das, dass die Lehrkräfte ihnen Zeit und Raum zum Ausprobieren geben. Die Lernenden haben Zugang zu digitalen und analogen Tools, leben ihre Kreativität aus und lernen im eigenen Tempo. Die gemeinsame Wirkung (Collective Impact) ist bedeutend. Durch gemeinsames Arbeiten und Lernen bildet sich eine Gemeinschaft, die soziale Kompetenzen stärkt. Wer sich den Lehrstoff spielerisch aneignet, lernt außerdem selbstgesteuert. Dadurch entstehen Lernräume mit Respekt und Vertrauen.
Die gemeinnützige GmbH hat drei eigene Maker Spaces (TüftelLabs) in Berlin, Neuss und München aufgebaut. Dort können Schulklassen vormittags zu Workshops kommen. Nachmittags können Kinder und Jugendliche die offene Werkstatt nutzen. Aber nicht nur Lernende profitieren von den Werkstätten. Auch die Lehrkräfte können durch Workshops ihre Didaktik nach der Maker Education ausrichten. Nach anfänglicher Skepsis erfreuen sich oft sowohl die über 16 000 Lehrkräfte als auch die knapp 700 000 Lernenden am Tüftel-Ansatz.











