"Es ist eine Bewegung, die vor zweieinhalb Jahren von einem Kollektiv von Führungskräften sozialer und solidarischer Unternehmen gegründet wurde, mit der Idee, dass das Modell des solidarischen Unternehmens, das wir verteidigen, zur Norm unserer Wirtschaft von morgen werden soll und nicht mehr zur Ausnahme”, erklärt Paul Montjotin.
Der Mouvess unterstützt in der Tat alle Unternehmen, deren Aktivitäten auf die Beantwortung der wesentlichen sozial-ökologischen Bedürfnisse ausgerichtet sind, ein Modell, das dem öffentlichen Gütesiegel ESUS, für Unternehmen von sozialer Nützlichkeit, entspricht.
Nicht nur müssen die Aktivitäten überwiegend auf soziale oder ökologische Tätigkeiten ausgerichtet sein, sondern auch eine begrenzte Rentabilität aufweisen. Das ESUS-Gütesiegel verpflichtet dazu, mindestens die Mehrheit des Nettogewinns zurückzulegen, sei es zur Reinvestition in das Unternehmen oder zur Verteilung an die Mitarbeiter.
Schließlich ist der letzte Pfeiler, der definiert, was ein solidarisches Unternehmen ist, die Frage der geteilten Governance, der Machtteilung.
Heute gibt es in Frankreich etwas weniger als 3.000 ESUS-Unternehmen. Der Mouvess hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 10.000 zertifizierte Unternehmen zu erreichen.
"Wir verteidigen dieses Modell, weil wir denken, dass es ein öffentliches Gütesiegel braucht, das vom Staat vergeben wird, damit alle, Bürger, Investoren, wirtschaftliche Akteure, die Unternehmen identifizieren und anerkennen können, die eine sehr hohe soziale Nützlichkeit haben”, präzisiert Paul Montjotin.
Dieses öffentliche Siegel wird auch Vorteile bringen, wie die Möglichkeit, von solidarischer Ersparnis zu profitieren. “Aber wir möchten, dass die Besteuerung der Unternehmen in Zukunft angepasst wird. Wir denken zum Beispiel, dass die am stärksten engagierten Unternehmen einem niedrigeren Körperschaftsteuersatz unterliegen sollten”, präzisiert Paul Montjotin.
"Bei Mouvess sind wir von der Überzeugung geleitet, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle spielen müssen, um die gerechte Transformation zu erreichen. Wir denken, dass die am stärksten engagierten Unternehmen mehr Unterstützung erhalten sollten. Und heute, wenn Sie einen Status haben, der dem einer Genossenschaft oder einer Mutualität entspricht, sind Sie rechtlich Teil der sozialen und solidarischen Wirtschaft. Und was wir sagen, ist, dass es nicht nur um den Status geht, sondern auch um das tatsächliche Engagement des Unternehmens”, schließt Paul Montjotin.











