Die Eltern müssen sich voll und ganz der Gesundheit ihres hospitalisierten Kindes widmen können. Aus dieser Überzeugung heraus wurde die Vereinigung Les Liens du Cœur gegründet, um sie bei allen Problemen zu entlasten, mit denen sie konfrontiert werden.
Zuallererst das Thema Unterkunft. Das Krankenhaus Haut-Lévêque in Pessac in Gironde, unter der Schirmherrschaft des CHU de Bordeaux, ist eines der 4 französischen Referenzzentren für sehr komplexe angeborene Herzfehler. Die anderen 3 befinden sich in Paris. Daher kommen die Familien manchmal von weit her, um ihr Kind operieren zu lassen. Wenn möglich, werden sie in den Empfangshäusern des Kinderkrankenhauses in… Bordeaux untergebracht. Aus diesem Grund hat die Vereinigung Les Liens du Cœur einen Shuttle-Service eingerichtet, der das ganze Jahr über täglich fährt, um den Familien die Anreise zu erleichtern.
Da Krankenhausaufenthalte mehrere Wochen, manchmal sogar Monate dauern können, stellt sich für die Eltern auch die Frage, wie sie ihre berufliche Tätigkeit aufrechterhalten können. Auch hier bietet die Vereinigung Lösungen für Coworking sowie für die Betreuung von Geschwistern an.
Es werden auch Wellness-Workshops organisiert: Reiki, Osteopathie, Cardio-Boxen, Pilates, Yoga…, die für Eltern, ältere Kinder und auch für Pflegekräfte offen sind. “Auf die Pflegekräfte zu achten, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Vereinigung”, erklärt Yannick Jouenne. “Wenn man wochenlang, monatelang im Krankenhaus bleibt, braucht man Kraft, und diese Workshops helfen, stark zu bleiben.”
Die Vereinigung steht kurz davor, ihr Hauptprojekt, das sie seit über 10 Jahren verfolgt, bis 2027 zu realisieren: die Schaffung eines Empfangshauses in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses Haut-Lévêque, auf einem Grundstück, das vom CHU de Bordeaux zur Verfügung gestellt wird. Mehr als nur ein Empfangshaus wird es ein echter Lebensraum mit Familienzimmern, Coworking-Bereichen, einem großen Fitnessraum, einem Wellnessbereich, einer Bibliothek, einem Spielzimmer, einem Gemüsegarten und einer großen Gemeinschaftsküche sein.
"Dieses Empfangshaus wird ein wahrer Lebensraum sein, in dem sich die Familien so wohl wie möglich fühlen können, ganz nah bei ihrem hospitalisierten Kind”, schließt Yannick Jouenne.











