"Die Frage war: Wie schaffen wir eine Schule, die die Fragen des Weltuntergangs und des Monatsendes verbindet, aber auch die Fragen des Endes des 'Ich', also wie man in dieser ökologischen Transition sein kann?”, platzt es aus Frédérick Mathis heraus.
ETRE ist eine Schule, die hauptsächlich für junge Menschen gedacht ist, die sich Fragen zu ihrem Werdegang stellen, die weder in Beschäftigung, noch in Ausbildung oder Praktikum sind, die zwischen 16 und 25 Jahre alt sind und die somit in den handwerklichen Berufen und Fähigkeiten der ökologischen Transition begleitet und ausgebildet werden.
Warum handwerklich? “Zunächst einmal, weil der Anstoß durch die 'Kraft des Handelns' kommt, das heißt, aktiv zu werden und mit den Händen zu arbeiten, ist wichtig”, präzisiert Frédérick Mathis. “Außerdem werden die Berufe von morgen handwerkliche Berufe sein. Daher müssen wir unbedingt diese neuen Akteurinnen und Akteure der ökologischen Transition ausbilden.”
Tatsächlich müssen bis 2030 1,8 Millionen Menschen in den Fähigkeiten und Herausforderungen der ökologischen Transition ausgebildet werden. Und darunter sind 89% Arbeiter und Techniker.
Die erste ETRE-Schule wurde in einem Dorf mit 200 Einwohnern 50 km von Toulouse gegründet. Die Nachfrage war sofort in ganz Frankreich sehr hoch. "Aber beim Suchen haben wir keinen Ort gefunden, der diese sozialen, ökologischen und Ausbildungsfragen vereint. Also haben wir uns gesagt, dass es gut wäre, weitere ETRE-Schulen zu gründen, indem wir uns auf Menschen stützen, die ihr Gebiet kennen. Also haben wir diese Gründungen unterstützt.”
Heute gibt es 33 in Frankreich, und das Ziel ist, bis 2028 60 anzubieten. Also sehr hohe Ambitionen, aber noch unzureichend im Hinblick auf die Herausforderungen. “Wir müssen also das Tempo ändern”, erklärt Frédérick Mathis. “Und dafür müssen wir auf das Landschaftsbild der beruflichen Ausbildung einwirken, um diese handwerklichen Fähigkeiten als ein Thema, ein strukturiertes Werkzeug in Bezug auf die ökologische Transition zu integrieren, aber auch auf die Gesellschaft einwirken, um das Bild dieser Berufe und handwerklichen Fähigkeiten zu verändern.”











