Warum es eine humanitäre Pflicht ist, Flüchtlinge zu helfen?
Inklusion

Tristane de Choiseul

PräsidentinLes champs de Booz

Warum es eine humanitäre Pflicht ist, Flüchtlinge zu helfen?

10:40·27 November 2024

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Tristane de Choiseul ist die Präsidentin des Vereins Les champs de Booz, ein Name, der aus dem Alten Testament stammt. Booz empfängt Ruth, eine Ausländerin, um sie in seinen Feldern arbeiten zu lassen und ihr so zu helfen, sich in ihrem neuen Land zu integrieren. Das ist die Mission des Vereins.

Der Verein Les champs de Booz erfüllt diese Mission, indem er auf konfessionslose und unpolitische Weise und mit großer Offenheit alleinstehende Frauen, Asylbewerberinnen, Flüchtlinge und politische Flüchtlinge aufnimmt.

Es ist die einzige Einrichtung in Île-de-France, die sich freiwillig auf alleinstehende Frauen ohne Kinder, Partner oder Familie konzentriert und damit einen Mangel in diesem Bereich ausgleicht. 

Diese Frauen, die aus der Ukraine, dem Irak, Syrien, Afghanistan, Tibet, der Demokratischen Republik Kongo... kommen, sind in ihren Heimatländern, auf der Flucht und auch bei ihrer Ankunft in Frankreich allen Gefahren ausgesetzt. „Wir müssen sie in Sicherheit bringen“, betont Tristane de Choiseul.

So hilft Les champs de Booz ihnen, eine Unterkunft zu finden, sich zu ernähren, sich zu kleiden, bietet ihnen aber auch administrative Unterstützung bei ihrem Asylantrag. Tristane de Choiseul ist auch Ärztin im Verein. Sie empfängt diese Frauen oder vermittelt sie an Spezialisten. 

„Ich möchte, dass wir versuchen zu verstehen, wer diese Menschen sind, warum sie kommen“, erklärt die Präsidentin des Vereins. „Jeder strebt nach einem besseren Leben. Man sollte keine vorgefassten Meinungen haben, die oft falsch sind. Wir haben eine humanitäre Pflicht.“ 

Florence Jaillet
Journalist impact.info
Veröffentlicht am 27 November 2024