„Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, und über 80 % der digitalen Inhalte sind nicht zugänglich“, erklärt Marion Ranvier. Eine Situation, die vielen Menschen mit körperlichen, auditiven, visuellen oder kognitiven Einschränkungen die volle Nutzung von Online-Diensten verwehrt.
Die Contentsquare Foundation wurde 2020 gegründet und arbeitet an drei Säulen: Bildung, Forschung und Innovation sowie Advocacy. Das Ziel: die digitale Zugänglichkeit zur Priorität zu machen, insbesondere in der Ausbildung für digitale Berufe.
„Wir haben festgestellt, dass Studierende, die sich auf digitale Berufe vorbereiten, kaum für die digitale Zugänglichkeit sensibilisiert werden“, betont Marion Ranvier. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, bietet die Stiftung eine kostenlose zweistündige E-Learning-Sensibilisierung für Hochschulen an.
Sie unterstützt auch Unternehmen mit maßgeschneiderten Schulungen und einem immersiven Erlebnis, das verschiedene Behinderungssituationen simuliert. „Wir versetzen die Menschen wirklich in die Lage einer Person mit Behinderung und sehen, dass wir im Alltag ständig mit digitaler Exklusion konfrontiert sind“, erklärt Marion Ranvier.
Für die Contentsquare Foundation muss Zugänglichkeit bereits bei der Gestaltung digitaler Werkzeuge integriert werden: „Unser Ziel ist es, den Inhaltserstellern wirklich zu vermitteln, dass digitale Zugänglichkeit ein universelles Thema ist, das von Anfang an, bei der Erstellung einer Anwendung, eines Dienstes oder einer Website, by design berücksichtigt werden muss“, schließt Marion Ranvier.











