Enjeux bietet wie die meisten Ausbildungsorganisationen für Jugendliche Nachhilfe und praktische pädagogische Erfahrungen in Unternehmen an. Doch das Besondere an Enjeux ist, dass Sport als Hebel zur Remobilisierung eingesetzt wird.
"Der junge Mensch kommt zu uns, zunächst weil ihn der Sport anzieht, weil er denkt, dass er die Hälfte des Tages Sport machen kann, und das könnte ihn motivieren, an einem beruflichen Projekt zu arbeiten”, erklärt Marie Landay Le Moing.
Der Lehrgang gestaltet sich also als eine Mischung aus Nachhilfe und Sport.
“Ich beobachte sie sehr intensiv auf dem Feld, im Sport, denn dort erkennen wir die Schwächen und die Hebel, die wir nutzen können, um das Beste aus jedem von ihnen herauszuholen und an ihren Fähigkeiten und Stärken zu arbeiten, die wir dann in die Berufswelt übertragen”, präzisiert sie.
Dafür ist Mannschaftssport von entscheidender Bedeutung. In diesem Fall Fußball, der Hinweise zur Bewältigung von Frustration, Misserfolg und Teamarbeit gibt. Außerdem ist es ein universeller Sport.
Enjeux wechselt mit anderen Mannschaftssportarten wie Handball, Basketball, Futsal oder Volleyball, hat aber auch Einzelsportarten im Programm, um andere Aspekte zu fördern, um die Fähigkeit des Jugendlichen zu trainieren, sich selbst zu mobilisieren, den Geschmack für Anstrengung und Selbstüberwindung zu suchen.
Dafür können die Jugendlichen Boxen, aber auch Pickleball, eine Disziplin zwischen Tischtennis, Badminton und Tennis, Golf und bald auch Segeln oder Surfen praktizieren.
Eine 6-monatige Ausbildung, die diese Jugendlichen sehr schnell positiv verändern wird. “98 % von ihnen kommen mit einem großen Mangel an Selbstvertrauen”, erzählt Marie Landay Le Moing. “Ganz zu schweigen von den Serien schulischer Misserfolge, die auch zu einer ständigen Abwertung geführt haben. Das Hauptziel ist also, dass sie ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen, sich wohlfühlen und in der Lage sind, nach außen zu gehen.”
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Autonomie und dem Kontakt zu anderen. Externe Fachkräfte kommen, um Selbstverteidigung und Selbstvertrauen zu lehren, ein Mentalcoach spricht über Motivationshebel. Diese Austauschformate schaffen es schnell, die Angst vor anderen, vor Erwachsenen und dem Unbekannten abzubauen. "Wir sehen bereits nach nur einem Monat die außergewöhnliche Arbeit, die sie an sich selbst geleistet haben”, begeistert sich Marie Landay Le Moing.
"Wir wollen sie in die Lage versetzen, bereit zu sein, eine Ausbildung zu beginnen, Anstrengungen in der Schule und im Beruf zu unternehmen. Und der junge Mensch weiß, dass er mit uns in eine Familie eintritt und dass wir ihn auch danach weiterhin unterstützen werden. Wenn er einmal einen Tiefpunkt erreicht, weiß er immer, wo er uns finden kann”, schließt Marie Landay Le Moing.











