Die Idee von Glot entstand aus einer persönlichen Erfahrung. Vor einigen Jahren, bei mehreren internationalen Konferenzen, beobachtete Majid Haddouchi, dass ein Teil des Publikums das Interesse verlor. "Es lag nicht daran, dass die Konferenz nicht interessant war. Es war einfach, weil die Sprache nicht die richtige war und ich selbst nicht alles verstand", erzählt er.
Eine Frustration, die zu einer Überlegung führte: "Wir versammeln Menschen an einem Ort, aber nicht jeder versteht das Gleiche. Wir sind alle gleich, aber nicht in Bezug auf das Verständnis". Aus dieser Erkenntnis entstand das Abenteuer Glot, mit dem Ziel, die sprachlichen Barrieren abzubauen.
Der Teilnehmer scannt einen QR-Code, der vom Veranstalter angezeigt wird, wählt seine Sprache aus und erhält direkt die Übersetzung in Echtzeit. Heute bietet Glot mehr als fünfzig Sprachen an, einschließlich weniger verbreiteter Sprachen wie Lingala oder Wolof.
Im Laufe seiner Entwicklung erweiterte Majid Haddouchi die Mission von Glot. "Wir haben festgestellt, dass es auch Menschen mit Hörbehinderungen, Personen mit kognitiven Störungen oder andere Profile gibt, die eine bessere Zugänglichkeit benötigen".
Die Plattform bietet nun anpassbare Untertitel während der Veranstaltungen und ermöglicht es den Teilnehmern auch, nach der Konferenz eine Zusammenfassung zu erhalten. Das Unternehmen arbeitet auch an einem Avatar in französischer Gebärdensprache, um die Inklusion weiter zu fördern.
Im Mittelpunkt dieser Innovation steht die künstliche Intelligenz. "Ohne KI würde es Glot nicht geben", erklärt er. Die Technologie ermöglicht es unter anderem, die Genauigkeit der Übersetzungen durch anpassbare Fachglossare zu verbessern und eine Latenz von ein bis fünf Sekunden zu erreichen, die für die Nutzung in Echtzeit entscheidend ist.
"Zugänglichkeit und Inklusion sind wirklich, denke ich, das, was uns allen helfen wird, besser zu verstehen, Barrieren abzubauen und die Regeln zu brechen", schließt Majid Haddouchi.











