Warum solidarisches Wohnen gegen Diskriminierung hilft
Inklusion

Simon Guibert

GründerCaracol

Warum solidarisches Wohnen gegen Diskriminierung hilft

8:35·22 Februar 2024

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Simon Guibert hat Caracol gegründet, um möglichst vielen Menschen ein angemessenes Zuhause zu ermöglichen. Seine Lösung: ungenutzte Gebäude vorübergehend bewohnbar machen und in solidarische, multikulturelle Wohngemeinschaften umwandeln.

Wohnen ist die größte Sorge der Franzosen. Und doch haben immer mehr Franzosen Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden, angesichts steigender Mieten, steigender Kreditzinsen, sinkender Mietangebote und einer explodierenden Nachfrage nach Sozialwohnungen.

Dies wird besonders kompliziert, wenn man ein Neuankömmling mit dem Status eines Flüchtlings oder eines ausländischen Studenten ist.

Angesichts dieser Situation und der Tatsache, dass es in Frankreich viele ungenutzte Gebäude gibt, hat Simon Guibert beschlossen, Caracol zu gründen, um solidarische Wohngemeinschaften in leerstehenden Wohnungen zu entwickeln, die vorübergehend in Lebensräume umgewandelt werden.

Der Verein schließt daher temporäre Nutzungsverträge (mindestens ein Jahr) mit den Eigentümern leerstehender Gebäude ab, was es ihm ermöglicht, neue Wohnungen zu „schaffen“ und den Mitbewohnern relativ erschwingliche Mieten anzubieten. Eine effektive Strategie, die es Caracol ermöglicht hat, seit seiner Gründung 450 Personen unterzubringen, darunter 200 Flüchtlinge.

Das Hauptziel dieses Vereins ist es, Menschen in prekären Situationen eine vorübergehende Stabilität zu ermöglichen, damit sie sich erholen und später dauerhaft ansiedeln können. Heute beweist Caracol, dass 95 % seiner solidarischen Mitbewohner anschließend eine dauerhafte Unterkunft finden können.

Darüber hinaus bieten diese Wohngemeinschaften auch multikulturelle Umgebungen, die „einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung des Anderen“ haben, erklärt der Gründer von Caracol. Er selbst hat beim Start von Caracol die Erfahrung gemacht, in zwei verschiedenen Wohngemeinschaften zu leben, was ihm geholfen hat, seine ursprüngliche Intuition zu bestätigen: Gemeinsam zu leben, in einem täglichen kulturellen Mix und in den eigenen vier Wänden, bietet die Möglichkeit, die Sichtweise auf andere zu verändern und fördert eine echte Offenheit.

Wenn Sie Ihr Wissen zu diesem Thema vertiefen möchten: https://www.airzen.fr/colibree-fr-une-autre-idee-de-la-colocation-entre-les-generations/

Juliette Boulegon
Journalist impact.info
Veröffentlicht am 22 Februar 2024